Mittwoch, 23. Juli 2014
Montag, Tag 1: Imst - Damüls (124km/3078Hm)
Imst begrüßt mich mit leichtem Nieselregen, aber so sanft, dass er schneller abtrocknet als er fällt. Nach ein paar Metern einrollen geht es schon bergauf und ab von der Hauptstraße hoch zum Hahntennjoch. Kaum Verkehr, schöne Gegend, sanftes Nieseln und die ersten Erinnerungen, wie sich so ein beladenes Rennrad bergauf fährt. Sitzen endet bei 9% Steigung, ab 12% wirds eher ungemütlich. Die Abfahrt vom Hahntennjoch ist kalt und ungemütlich, zumal die Straßen etwas nass sind und ich mangels Gewöhnung ans Rennrad allgemein und das beladene Rennrad insbesondere wie auf rohen Eiern hinabkrieche. Ein kleiner Abzweig nach Gramais zeigt ein schönes Seitental, aber leider zieht der Himmel zunehmend auch in den tieferen Lagen zu. Mit dichten Regenwolken. Bei der Abfahrt geht der Nieselregen in Regen über und es wird bitterkalt. Kurz darauf geht der Regen in Schütten über und dieser Zustand hält sich konstant bis zum Ende des Tages. Für mich ist das Ende aber noch lang nicht in Sicht. Über Warth, Hochtannbergpass und Schröcken muss ich noch Richtung Furkajoch hinauf nach Damüls, wo meine erste Unterkunft auf mich wartet. Ich habe meine späte Ankunft angekündigt und muss nun nur zusehen, dass ich rechtzeitig in Warth bin, denn ab 18.15Uhr ist die Straße dorthin wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt. Vor dem Anstieg nach Warth nutze ich einen überdachten Holzlagerplatz als Raststelle, verschlinge ein paar Riegel und lasse meine Sonnenbrille liegen. Was mir kurz vor Warth auffällt, als ich mich wundere, warum der Regen eigentlich plötzlich so hartnäckig meine Sicht behindert. Nun stellt sich die Frage, zurück und auf der falschen Seite der Straßensperre festsitzen oder Brille aufgeben. Nasskaltmüde fällt die Entscheidung natürlich zugunsten Wärme und Nahrung. Zur Motivation wird der iPod angeschlossen und so gehts mit zum Abschluss nochmal herrlichen 11% zu meiner ersten Unterkunft. Und dort wartet nicht nur eine heiße Dusche sondern trotz der späten Stunde bekomme ich auch noch ein wunderbares warmes Abendessen. Und die Aussicht, dass mir am nächsten Morgen bei der Brillenrettungsaktion geholfen wird.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)






Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen