Nachdem mein einziger Versuch eines der Seitentäler zu besuchen gestern in der Flucht vorm Gewitter geendet ist, gehts nun nur noch in einer Schleife heim. Heute über den Mendelpass in Richtung Penser Joch, morgen dann Penser Joch und Jaufenpass und Montag übers Timmelsjoch, Ötztal, Leutasch nach Garmisch.
Dann reichts auch.
Ganz bin ich dem Gewitter gestern natürlich nicht mehr entgangen. Um 15 Uhr da erste Donnern, 15 Minuten später ein erster Blitz. Aber alles weit genug entfernt. Gerade so weit dass man sich anstrengt Land zu gewinnen, aber noch keine ernsthaften Bedenken hat erwischt zu werden.
Ich hatte mich schon gewundert wieso ins Nachbartal kein Pass angeschrieben war. Eigentlich hat jeder Hügel einen Namen. Die Karte hatte ich nicht genau in Kopf, aber von etwa 1000Hm ging es wieder hinauf auf ca. 1700Hm. Höchster Punkt dabei: in einem Tunnel. Eigentlich bin ich auf dem Rennrad kein besonderer Tunnelfreund, aber dieser kam mir gerade gelegen. Mit dem Gewitter im Nacken war ich froh im Berg zu verschwinden. Für 1,7km, und dabei ging es erstmal weiter mit ca. 8% bergauf. Ich war also eine Weile unter der Erde.
Als ich am anderen Ende ankam war das erste was begrüßte zwei ziemlich gewaltige Blitze, ziemlich in der Richtung, wo die Straße erstmal hinführte. Ungemütlich. Und natürlich der obligatorische Regen. Der dann aber erstaunlicherweise bald nachließ und eher in ein Tröpfeln überging, weil die Straße im Bogen um einen Berg führte und die Richtung änderte. Ungewöhnlicherweise, denn bisher gings immer direkt hinein ins Ungemach, drehte die Straße dann genau zum hellsten Teil des Himmels weit und breit ab, unter dem das Brezer Joch lag. Die zweite noch zu überquerende Anhöhe zwischen mir und meiner Unterkunft.



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